Texte

Über die Jahre galt meine Aufmerksamkeit im Spektrum der freien Keramik der Umsetzung von Bau-Körpern nach einem zeichnerischen Entwurf.
Entlang  limitierender Faktoren, d.h. materialbedingter Grenzen von Ton und dem Volumen von Brennkammern, entwickelten sich meine „Architekturen in Ton“. Wechselnde Tonsorten und deren Farben, ein reduzierter Umgang mit der Oberfläche, unterschiedliche Aufbautechniken und die zeitweise Einbeziehung von Glasscheiben machen mein Interesse an den zahlreichen und verführerischen Möglichkeiten ablesbar, die es trotz der genannten Grenzen gibt.
Der umbaute Raum, die Lichtführung, das Verhältnis von Öffnung und Abschottung als architekturnahe Parameter auf der einen Seite, das Spannungsfeld zwischen dem Thema Baukörper und Gefäß auf der anderen Seite werden von mir ausgelotet.
Dem Spielerischen gebe ich gegenüber einer dogmatischen Strategie den Vorzug.
Es entstehen auf diese Weise Variationen, die ich dann gerne als Gruppen zeige.
Dass nach dem Brand einer aus Ton aufgebauten Form das Resultat stets eine Einheit ist, ohne Fugen, ohne Mörtel oder Kleber, gesintert und stabil, stellt für mich einen nicht unerheblichen Reiz dar.
Der Verwandlungsprozess vom plastischen Ton, der alle Informationen speichert, die ich ihm gebe, hin zum dauerhaften Zeugnis schöpferischer Kraft, bleibt faszinierend und schön.
© Sibylle Ritter 2019

Pendant des années je m`ai concentré sur la réalisation des corps architecturals en suivant mes dessins. Mon focus était exclusivement sur la visualisation de mes idées en terre cuite. Èvidemment non seulement la terre mais aussi le volume de l`intérieur de mon four assignent des limites, que j`accepte. Ils dirigent le format du résultat.  
Néansmoins il existe une énorme variabilité considerants les differents types d`argiles, les differentes textures de surface ou la combinaison avec autres matériaux comme par example du verre et du métal.
Pour moi la céramique est toujours séduisante. Grace aux qualités de la terre plastique la beauté est accessible sans peine et sans bruit.
Elle a besoin de la chaleur – c`est tout, mais c`est seulement indispensable si on souhaite garder les résultats.

 

Zu meiner Form in aller Kürze

1963 in Lindau am Bodensee geboren.
Nach dem Abitur in Friedrichshafen besuchte ich von 1982 bis 1983 die Freie Kunstschule Stuttgart. Daran schloss ich mein  Studium der Freien und Angewandten Keramik an der Staatlichen Akkademie der Bildenden Künste an. Seitdem arbeite ich freischaffend im Bereich der Bildenden Kunst, sowohl in der Produktion als auch in der Vermittlung.
Von 2002 bis 2020 wohnte und arbeitete ich auf der Schwäbischen Alb.
Seit Ende April lebe ich in Burgund/Frankreich, wo ich, eingebunden in eine atemberaubend schöne Gegend, anderes als nur fit im Sprechen der französischen Sprache zu werden gedenke.

www.sibylle-ritter.de
www.keramik.sibylle-ritter.de